Saturday, April 22, 2006

Lukas, der Laeufer

Wenn's ploetzlich interessanter ist, Luke beim Filewalken zuzuschauen als weiterzumachen, ist man wohl tatsaechlich etwas pausenbeduerftig:

Starre auf die 100 %, die die ganze Zeit schon dastehen, denke: "Der muesste doch schon fertig sein.", "Der muesste doch schon fertig sein.", "Der muesste doch schon fertig sein.", "Der muesste doch schon fertig sein.", "Der muesste doch schon fertig sein.", "Der muesste doch schon fertig sein.", "Der muesste doch schon fertig sein.", "Der muesste doch schon fertig sein.", "Der muesste doch schon fertig sein." und "Der muesste doch schon fertig sein."

Eindeutig nur, dass ich schon fertig bin. Nicht fertig, aber fertig.

.... Grad' hat meine Mama angerufen: Genau im rechten (Pausemach-)Augenblick! Das ist durch nichts sonst zu ersetzen. Wir telefonieren nicht oft, dann aber ausgiebig und es tut gut, ja, es tut echt gut!

Klara ist soeben in die Kueche und ich kann die Musik von Dirty Dancing hoeren: Beste Voraussetzungen, um wieder anzufangen, die Einfluesse und Wechselbeziehungen verschiedener Kapitalstrukturen von Unternehmen und der "weighted average cost of capital" zu berechnen sowie mir tausend Argumente fuer und gegen diese oder jene Theorie zu merken - mir dabei im Hinterkopf permanent die all-entscheidende Frage stellend: "Warum nur, warum hab' ich das nicht frueher schon gemacht?!"

Hihi, ich mein' ja nur: 15 Min. taeglich haetten ausgereicht, wirklich! Lach, jaja, so die Theorie.

Im Wechselbad - Ein Tauziehen

Gestern noch schien alles machbar.
Heute glaub' ich das nicht mehr.

Unruhig - kann kaum noch denken.
Unklar, was mir gestern sicher war.

Wetterumschwung.
Richtungswechsel.
Schwanken.
Tauziehen.
Wechselbad.
Taumeltanz.
Kuhwind.

Friday, April 21, 2006

Mein taeglich Brot...

...sollt' ich nachkaufen gehen. Hab' naemlich keins mehr. Ansonsten rechne ich (nun doch so weit), halbwegs erfolgreich sogar, lese zwischenrein, recherchiere, wenn das Internet schnell genug ist und komme vorwaerts. Ja, ich komme voran. Grad' hab' ich allerdings absolut genug. Das ist aber nicht weiter tragisch: Kaffee trinken, Tee dazu (mein Standardrezept zum "Aufwachen") und dann wird das wieder. Manche Dinge waren nun nicht so langwierig und schwer wie erwartet, das ist selten. Andere dann wiederum erweisen sich als hartes Brot: Schwer verdaulich bzw. verkaulich =)
Mit dieser spannenden Verlautbarung entlasse ich euch alle mit besten Wuenschen in euer wohlverdientes Wochenende - muss bei mir ausfallen:Meine Wenigkeit hat's (diesmal) nicht verdient, muesst ihr wissen, lach.

Thursday, April 20, 2006

Dumme Kuh

Am wichtigsten sind derzeit Unmengen an Schokolade und sonstigen Sachen, die man isst und sich danach wenig besser fuehlt. Ausserdem die BodyShop-Body Butter mit Kokos, die ich aus Swansea mitgebracht hab: Gut fuer die Haut und irgendwie auch sonst. Schliesslich dann Musik, Musik und immer wieder Musik. Querbeet und zurueck: Mal zum Wachhalten, mal zum Mutmachen, mal zum Runterkommen, mal zum Durchhalten. Ich bin grad' echt effektiv. Mit zunehmender Lerndichte allerdings gleichfalls zunehmend unzufrieden: Weil noch so viel kommen muss und je mehr de facto geschafft desto weniger dennoch letztlich geschafft zu sein scheint. Das ist wie beim Wandern: Wenn man den Gipfel noch nicht sehen kann, ist das alles nicht so tragisch. Wenn du ihn dann aber vor Augen hast, Stunde um Stunde er nicht naeher zu ruecken scheint, nur weiter immer gross und maechtig, unbezwingbar scheinbar, vor dir emporragt.... Ja, so ist das gerade. Ich kann weiter immer Gebet brauchen: groesser und maechtiger, unbezwingbar wahrhaftig ist mein Gott. Da bau' ich grad' drauf. Und mach' mutlos dennoch weiter.

Blinde Kuh

Rauhe Sitten im Wilden Westen gefaehrden den Fortbestand der Cerealien-Industrie.

Was soll denn das?

Am Keksregal beschlossen,
dasses nicht wieder
die heissgeliebte, altbekannte
Sorte sein soll.
Also eine Mischpackung genommen:
Da warn se ja auch dabei,
ein paar davon.

Dann doch enttaeuscht,
dass nur so wenige.
Die andren will se gar nicht.
Stellt se fest, wo se zuhause war.
Und viele bunt gemischte kekse hatte.
Die einen nicht
genug!

Gewohnheitstier,
was willst du hier?

Wednesday, April 19, 2006

listerei

was ich vermisse
meine familie
den sommer
ein zuhause
gute gespraeche
die freunde
gemeinsam beten
kubik
spass
filme zusammen gucken
schoene natur
ruhe haben
mit dir kaffee trinken gehen
ein ziel
luft zum atmen
musik machen
meine farben
baggerseetag
mama's essen
pause auf der gartenbank
zeit zum lesen
freie zeit
sonnenuntergang

neuer weg

es regnet draussen, ich muss da nicht hinaus ins schmuddelwetter. habe eine kerze brennen und hoere tenhi (kauan). wahrscheinlich esoterik pur: gut, dass ich kein finnisch kann in diesem falle. aber hoert sich nett an, ich mag finnisch. ich lerne und mag, was ich lese. das hilft. gott hilft.

Tuesday, April 18, 2006

am ende der strasse

fuer heute definitiv da angelangt: am ende der strasse. ich kann irgendwie nicht mehr. geb' zwar noch halbwegs erfolgreich vor, dass alles in bester ordnung ist. aber das damoklesschwert ueber meinem kopf laesst sich auch bei anwendung bester verdraengungstechniken und mit langjaehriger erfahrung in eben diesem bereich nicht mehr ignorieren.

ich bin hilflos, k. auch. ich moechte ihr gern mut machen, aber mir faellt momentan nicht viel ein, was ermutigend waere. haben uns bisher ganz gut durchgeschlagen, aber das hier ist die summe alles versaeumten, eine suppe, die wir nicht auszuloeffeln vermoegen.

in zahlen sozusagen: ich muss mehrere komplette buecher (drei faecher) von der dicke meiner bibel und doppelter groesse lesen, haenge jeweils mehr oder weniger am anfang/in der mitte, zudem fuer naechste woche die antworten fuer (immerhin schon gegebene) fragen in einem fach vorbereiten, was ich noch nicht einmal angefangen habe.

ich sollte eigentlich die zeit jetzt mit wiederholen und dem ueben bestimmter berechnungen und formeln und so verbringen, aber dazu komme ich nicht und werde auch nicht dazu kommen, beim besten willen nicht.

weil ich anfangs nicht so schnell auf englisch lesen konnte, wie es noetig gewesen waere, dann gleich assignments zu schreiben hatte, die ich grade so geschafft habe, derweil aber weder gelesen noch sonstige vorbereitungen durchgefuehrt, dann weder zum nachholen noch zum ausreichenden lesen der aktuellen dinge gekommen, die zweite welle assignments bzw. sprachpruefungen ueberstanden. und jetzt: ist alles auf einmal da und ich weiss nicht, warum ich immer so ineffektiv sein muss und das nicht rechtzeitig auf die beine gestellt bekommen habe.

ich kann schon sagen: ich hatte permanent stress und keine freizeit. und dennoch weiss ich, ich haette mehr machen koennen - wobei das jetzt ja eigentlich irrelevant ist: naechste woche habe ich drei pruefungen, die woche darauf noch eine und danach nochmal franz irgendwann, aber darum kuemmere ich mich nicht auch noch. das muss so irgendwie werden.

ich bin muede und moechte schlafen und das werde ich auch tun. ich bete, dass ich morgen frueh aufstehen kann. das klappt derzeit nicht mehr: graue tage. ich bin so dramatisch, das ist kaum zu glauben, lach!

aber bitte betet: warnschild braucht wieder mal ein massanzug-wunder, um die huerde wenn schon nicht zu ueberspringen, so doch zumindest in halbwegs stolz-erhaltender weise zu ueberwinden. wenn ich nicht glauben wuerde, dass gott gross ist und vor allem gnaedig und liebe, dann muesst ich mal wieder von einer bruecke springen - ekliger gedanke.

Castortransport


Vielleicht gibt es Dinge, die sind wie Atommuell:

Wenn man sich mit ihnen auseinander setzt, wird man verstrahlt und erreicht sonst rein gar nichts.

Letztlich haben sie ausgedient und es gibt nichts, was man tun kann, als nur den endgueltigen Castortransport zu organisieren und moeglichst strahlen-/schmerzfrei ueber die Buehne zu bringen:

Endlagerung in versiegelten Gefaessen (= "Behaelter vom Typ Castor", mehr dazu mal wieder bei Wikipedia, wo ich mich schlau gemacht hab'). Ich bin es nicht, die zustaendig ist. Halbwertszeit etc. interessieren mich dann nicht mehr.

Ich plaediere nicht fuer die weitere Produktion derartiger Abfallprodukte: radioaktive Substanzen, die keiner haben will. Aber was da ist, muss versorgt werden. Da hilft kein Wegschauen. Ich lass' mir mein Leben nicht vergiften.

Tagwerk

War einkaufen, hab' weiter gelernt (- wobei das Ganze interessant war, ich aber nur ach so langsam vorankam, das macht mir mehr als nur Sorgen! - ), die Ueberbleibsel meiner Wales-Fahrt weggeraeumt, hab' gegessen, mein Motorrad grade noch rechtzeitig vor dem Regenschauer abgede ckt und die Plane festgezurrt, Tee getrunken und Kaffee - wie vorgesehen ;) - und so weiter und so fort...

Vorhin wollte ich die Losungen lesen, wenigstens, bin dabei beim Namen "Jachin" haengengeblieben, beim Nachschauen im Internet wiederum ueber einige Ecken auf ein Forum fuer geistlich Missbrauchte gestossen, dann auf Berichte ueber verschiedene Extrem-Gemeinden und Sekten etc....

Und dann kam die Erinnerung, ich hab' also den Begriff "Erlo Stegen" ge-google-t. Die entsprechenden Homepages waren relativ neutral, die damit verknuepften Erinnerungen weniger. Ich komm' nur nicht recht dran, haette gern Bilder gesehen, die mir erinnern helfen. Als muesst' ich damit noch klarkommen. Ich weiss gar nicht mehr, was da alles war.

Irgendwie find' ich eine Sache komisch:

Dass die scheinbar "fortschrittlichsten" und modernsten Gemeinden haeufig auf den konservativsten Standpunkten fussen, das aber kaum zu erkennen ist auf den ersten Blick.

Und dass auf der anderen Seite die "bibeltreuesten" und traditionellsten Gemeinden sehr schnell dazu tendieren, eine Person zu vergoettern, Gesetze anzuhaeufen; Richtsysteme - was von der Bibel nicht ferner sein koennte.

Vorschnelle Urteile, Behauptungen, das haengt in meinem Hinterkopf: Erlebnisse, die ich im Nachhinein schon kaum, also nur schwer oder gar nicht, bewerten und verarbeiten kann, es damals ueberhaupt nicht konnte. Theorien, die ich nicht entkraeften konnte, die aber falsch erschienen und schmerzten. Komisches Zeug, das.

Wiederherstellungspunkt

Ich bin zurueck, gestern Abend wiedergekommen.

Um mich herum viele Haeufen: einer fuer's Bad, einer muss in die Kueche, einer in die Waschmaschine, ein weiterer besteht aus bunt vermischten Kleinigkeiten, ...

Ich raeume also auf, sortiere, raeume weg, vergesse, laufe zweimal den gleichen Weg, raeume um, quetsche Dinge in Faecher, ueberlege, ueberlege zu wenig, vergesse wiederum, lasse zurueck, gebe auf, mach mich schliesslich dann doch wieder an die Arbeit, ....

Gar nicht so viel eigentlich. Doch ich bin muede, mich erwartet so viel, das erledigt werden will und ich hab' nicht den Eindruck, dass das auch nur annaehernd zu bewaeltigen waere.

Der Kuehlschrank ist leer, ich bin immerhin schon mal geduscht, hab' meine Reserve-Mini-H-Milch-Packung stolz aus dem Schrank geholt: Ich hatte mal vorausgedacht! - und den Kaffee mit Milch geniessen duerfen. Immerhin.

Ich bin also sehr muede, aber hab' zu tun. Kaffee und viel Fluessigkeit sollen helfen, werden helfen muessen. Rein theoretisch habe ich ausreichend lange und relativ gut geschlafen. Kein Grund zur Beschwerde: Kein Recht zum Muede-Sein.

Trick des Unterbewusstseins: Ich will nicht lernen. Aber ich werde - Ja, ja, spaet dran mal wieder. Doch ich werde!