Saturday, April 01, 2006

Ambitionen

Gestern waren wir tanzen.
Heute waren wir joggen.

Spaeter haben wir parallel Gemueselasagne/Hefeteig gemacht.
Beides in Riesenportionen.
Wir nun irgendwie ziemlich fertig.

Den Teig in den Kuehlschrank verfrachtet.
Machen den Rest morgen.
Lasagne nun auch ziemlich fertig.

Haben gar keinen Hunger mehr.
Essen wohl erst morgen.


Hab' auch Waesche gewaschen heute.
Und auf der Leine getrocknet.
Draussen.
Fast voellig trocken geworden in Sonne und Wind,
trotz Regengetroepfel zwischenrein.
Konnt' mit der gleichen Bettwaesche mein nun wohlriechend durchgelueftetes Bettzeug beziehen.


Sind fuer morgen zum Kaffeetrinken eingeladen: Ein weiterer Geburtstag.
Hab' das Geschenk in Weihnachtspapier eingewickelt: Silberne Schneeflocken auf mattgrauem Grund.
Hab' halt kein and'res Papier. Aber schoen ist es! Hab' mich richtig verkuenstelt bei der Sache.
Hoffen wir mal, dass somit die Unzulaenglichkeit eines Schneeflockenmusters zumindest halbwegs zulaenglich vertuscht wird.



Friday, March 31, 2006

Babybad

Hab' das gute Wetter genutzt und mein Motorrad von der Haube befreit. Die war vor ein paar Tagen, als es so stuermisch war, gerissen und musste geklebt werden. Das hab' ich gleich erledigt.

Der Motor sprang gleich an, das hat mich sehr erleichtert. Hab' den Zusatz reingekippt und ein bisschen laufen lassen, wie sich das gehoert.

Die Kette war rostig, trotz Abdecken und brav einspruehen, hab sie halt nochmals eingesprueht, leicht rostige Schrauben irgendwo (ja, brav Abstand zu Bremssystemen und Reifenprofilflaeche gehalten) mit WD40 eingesprueht.

Das Dumme war halt, dass mein damaliges "Abstellen" nicht von Dauer haette sein sollen. Aber wie das alles nunmal so lief, war ich krank und/oder das Wetter uebelst, dann gleich das Assignment zu schreiben und/oder ich sauer und nicht willens, auch nur einen Blick auf die Bescherung zu werfen.

Hab die Abdeckfolie mit 'nem Spanngurt verzurrt, hoffe, dass mir der nicht gestohlen wird. Aber ich hab' nichts anderes hier zum festbinden.

Das nervt. Der Lenker ist nicht ganz frei beweglich. Werd' mal genauer nachschauen, morgen oder so. Grad' hat's wieder zu regnen begonnen und ich hab' das Babe schnell abgedeckt und das trockene Land auf- bzw. das Weite gesucht.

Schlechtes Gewissen, ueberall Rost. Die arme Maschine! So sollt' das nicht sein/aussehen!

Ganz normaler Freitag und Sonnenschein

Klara meinte heute morgen, 'ne Jacke waer' nich' noetig. Ich wollt' nicht immer widersprechen und hab' mich dran gehalten. Es ist ja auch wunderbar warm. Nur Sturm zugleich. Da steht die Handtasche teils beinah' orthogonal zum Koerper (und meine Tasche ist schwer)... Also doch recht kuehl manchmal.

Wir konnten nicht nach Hause laufen, wie wir wollten, das gesamte Gebiet war abgeriegelt. Mussten also umstaendlich aussenrum laufen.... Haben nachgefragt: Bombendrohung im College, das ist ganz nah und somit ist alles dicht: Polizei im Einsatz.


Vor ein-zwei Monaten haben wir eine Mail bekommen von einem Maedel aus der Uni, weitergeleitet, also ueber 15 Ecken oder so: Bin fast vergewaltigt worden. Schaut, dass ihr nicht allein seid, wenn ihr nachts unterwegs seid..... So vom Sinn her.

Letzte Woche haben sie einen aus dem Studentendorf festgenommen, er hatte zwei Maedels vergewaltigt. Wir wissen das, weil er mit einem aus unserem Kurs im gleichen Haus gewohnt hat.

Die Sonne scheint, es ist noch immer wunderschoen - und windig ;-)

Und Wochenende.

Wednesday, March 29, 2006

Sweet Souvenir

Die sehen hier immer voellig gleich aus. Schmecken auch gleich gut.

Die haben hier ziemlich wenig Kekssorten, vielleicht drei oder vier. Dazu "continental" Varianten, also Importware.

Ich ess' sie aeusserst selten, die "Custard Creams".

Man hat sie recht schnell ueber - alle drei oder vier Sorten, =)

Aber sie sind gut. Wirklich. Eine Erinnerung wert. Und die Kalorien. Hehe.

Aus Gestanden

Hab's ueberlebt. Die Pruefung. Drei statt 1 1/2 Stunden. Ich hatt' extra nochmal nachgefragt. Er hatte mich falsch verstanden und somit verblieb ich weiterhin im irrigen Glauben, das Ganze werde nach 1 1/2 Stunden ueberstanden sein.

Und hatte - lebensnotwendig im Pruefungsfalle derartigen Ausmasses - keinen Proviant dabei. Zudem waren die Seiten engzeilig bedruckt, die Zeit unverhaeltnismaessig knapp oder auch die Texte unverhaeltnismaessig lang - wie man's nimmt.

Die Woerterbuchseiten muessen enorm abgenutzt worden sein heute, auf jeden Fall sind nicht alle fertig geworden und nur eine liess Stift und Woerterbuch fruehzeitig Feierabend machen.

Grrr. Er fand die Angelegenheit hoechst amuesant. Die Briten haetten einen ja ach so tollen Humor. Das mag wohl manches Mal so sein. Allerdings ist das kein britischer Humor, was dieser Mensch da von sich gibt. Das ist schlecht verhohlene Bitterkeit und Missmut, feighinterrueck-sche Beleidigung. Was auch immer. Letztlich: Einfach schlecht.

"Ihr habt nicht bestanden." - "Haahaaahaaa."

Wie ich schon Klara sagte: Das ist kein Humor. Das ist, was ein 6-Jaehriger zum 1. April von sich gibt: Einfach schlecht.

Tuesday, March 28, 2006

Life goes on! - Wie ich troesten soll.

Wie ich troesten soll,
weiss ich nicht.

Wenn ich sag "Ich bet'
fuer Dich!",
dann klingt das
nur so wenig.

Und ist doch
alles, was ich hab'.

Und ist doch alles.

Alles, was zaehlt.
Und alles, was nur helfen kann.

Genug.

Mehr als genug.
Alles, was geht.

Ich bet' fuer Dich.


Wie ich troesten soll,
weiss ich nicht.

Ich bet' fuer Dich.
Und Gott ist da.

Mehr brauch' ich nicht.
Mehr braucht es nicht.

Mehr kann es gar nicht sein.

Monday, March 27, 2006

Ein Herz voll schoen

Es war windig, also wollt' ich wieder meinen Drachen fliegen sehen.
Geflogen war er ja noch nie, gewollt hatt' ich's schon einmal.

Ich hab' ihn laengs auf's Rad geschnallt und bin losgeradelt.
Vorbei am Strommastengewirr und immer weiter.
Zwischen den Kanaelen.

Abend schon fast und Wind.
Rechts und links manchmal Gebuesch und Hecken, noch winterdorr.
Stille und ich war alleine da.

Nach circa 6 Meilen ueber die Bruecke nach rechts.
Da war ich noch nie.
Eine Wiese.

Vom Rad gestiegen und den Drachen startklar gemacht.
In Loopings und Achtern den Himmel in Stuecke geteilt, immer wieder.
Manchmal eine Bruchlandung, dann musst' ich laufen.
Frische geatmet, warm um Herz, Dreck an den Schuhen.

Es war schon am Dunkeln, als ich den Rueckweg angetreten bin.
Und wunderschoen:
Voegel und Wind.
Weiden wiegen sich knarzend.
Schwaene wie mattweisse Flecken auf dunkel verschimmert dem Wasser.

Der Wind hatte gedreht.:
Wo er hinzus von rechts kam und meinen Schal nach links verwehte,
hatt' ich jetzt heftigsten Gegenwind.

Das hat mir Spass gemacht:
Ich kam zerzaust zufrieden an.
Mit Durst und wirren Haaren.

Belohnung und last minute

Bin spaet dran.
Viele, viele Bewerbungsformulare (online) ausgefuellt fuer einen Job im Sommer.

Gestern hab' ich noch Hefezopf und Schneckennudeln gebacken und damit meine Mitbewohner beglueckt. Die kannten so was gar nicht.

Heut' die letzte Spanisch-Stunde vor der ersten Pruefung. Hmm.

Sunday, March 26, 2006

Saubermaenner

Klara meint ja, ich darf sie nicht zu sehr loben.
Weil wir das jeden Tag machen.
Aber aller Anfang ist schwer.

Und der Ehrlichkeit/Komplettheit halber/wegen muss ich sagen, die Zwei haben soeben das obere Bad blitzsauber geputzt, aber wirklich. Auch Heizkoerper und Waende und die Fenster....
Und jetzt ist das untere Bad dran.

Klara hat in dem, was eigentlich unsere Pause war, bevor ich's geblickt hab, die Boeden gesaugt und gewischt, wie der Blitz, um bei dem Bild zu bleiben.

Wir haben ein saub'res Haus, naja, fast. Aber das ist nun die Premiere und somit eine geniale Sache fuer uns!

Giftige Substanz

Heut' morgen ging mir ein kleines Licht auf. Ja, ja, auch mir passiert das manches Mal. Weil ich gestern nicht fit war und um sieben schon schlafen vor lauter Kopfweh, war ich am fruehen Morgen topfit (- also, den Gottesdienst verpasst hab' ich nur aus weiser Voraussicht, aus sonst keinem Grund - )

Und bin, um Klara ausschlafen zu lassen, die gestern Abend weg war mit den Maedels, mit der neuen Relevant-Ausgabe, meinem Schreibbuch, Bibel und den toll bunten englischen Losungen ausgestattet, wieder ins Bett gekrabbelt.

Das Kissen leidlich zur Rueckenstuetze geknuellt (das faellt immer hinten runter :( ), sass ich also da, sinnend und Bibel lesend und so weiter - ganz so, wie sich das gehoert fuer einen Fruehaufsteherchristen, gelle...

Nee, nee, egal, auf jeden Fall bin ich heute haengengeblieben mit meinem halbwachen Hirn an Numbers 21, ich glaub', das ist 3. Mose, oder, Numerus? (Kann mir das nie so ganz merken.)

Die Geschichte mit den Schlangen - ihr koennt' das mit dem Bibel-Portal-Link rechts unten selbst nachschau'n, auf Deutsch oder auch Englisch.

( - Ist sogar sinnvoll, sonst rafft ihr das jetzt vielleicht nicht so... geht auch schnell, versprochen ;) Schneller als meine Zusammenfassung unten, die koennt' ihr dann ueberspringen, wenn ihr ueberhaupt Lust habt, zu lesen.)

Hmm, Israel war also am Jammern und Schimpfen.

Irgendwie verstaendlich aus menschlicher Sicht, finde ich: Da wie die Irren durch die Wueste reisen, bei aller momentanen Qual vergessend, was hinter ihnen liegt, das Leiden jetzt schlimmer werten als das, dem man entfliehen wollte.

Okey, und Gott, gegen den sie sich aufgelehnt hatten, sendet Giftschlangen. Ein Biss und die Leute waren tot. Die, die's nicht getroffen hat, geh'n zu Mose, entschuldigen sich und bitten ihn, sich an Gott zu wenden, damit der wiederum die Schlangen wegnimmt.

Cool find' ich dann das Folgende: Mose hat den Auftrag von Gott, eine Schlange aus Kupfer zu formen und an die Spitze eines Mastes zu befestigen. Jeder, der gebissen wird, soll diese Schlange ansehen und leben.

Und natuerlich klappt das auch.


Soweit, so gut. Wie bei Jesus. Gott hat die Schlangen nicht weggenommen, die uns beissen, die Suende. Ich mein', wenn er die Schlangen weggenommen haette, dann haetten die Leute vom Volk Israel ziemlich schnell wieder vergessen, was fuer einen Schrott sie Tag fuer Tag bauen.

Also ein kluger Zug von Gott, auch uns betreffend. Damit uns jeden Tag klar wird, was wir sind. Das ist gut, finde ich. Wenn auch hart. Ja, und dann ist da die eherne Schlange, das Mahnmal, das Denkmal fuer die Schlange/Suende, und wenn sie das anschaun, allein das, dann leben die, die die Schlange gebissen hat, die , die die Suende am Schlawittchen gepackt hat und zu Boden geschleudert.

Ich fand am Anfang komisch, dass da ein Denkmal fuer die Suende stand, eine kupferne Schlange. Aber das ist eigentlich die Sache: Deswegen soll Jesus auch da haengen am Kreuz, deshalb wird er so abgebildet, wenn wir an ihn denken und nicht, wie er aus dem Grab tritt in weissem Gewand. Weil es die Suende ist, an die wir uns erinnern sollen. Also eigentlich absolut biblisch, den leidenden Jesus zu sehen, die sich windende Schlange, die Qual der Suende. Den Menschen.

Daran sollen wir uns erinnern und daran, was wir sind, wo wir stehn ohne Gott. Hihi, und er beweisst uns dann, dass er ueberwunden hat, was uns vor Augen ist. Das ist sein Job.

Okey, und somit wurd' mir auch klar, warum er mir diese eine Sache (also die eine grosse, ganz schlimme fuer mich, neben den tausend kleineren) an mir, mit der ich immer zu kaempfen habe, nicht wegnimmt.

Weil's genau darum geht: Dass er ueberwindet und nicht wegnimmt (wobei ich nicht sagen will, dass er das nicht auch ziemlich oft macht). Daran lern' ich so viel mehr, als wenn mein Problem einfach nicht mehr da waere von einem Tag auf den anderen.

Das haelt mich bei Gott, die ich ohne diese Fesseln am Bein schnell glauben wuerd', ich bin so toll und schlau und schaff' das ganz alleine (obwohl ich's nie so sagen wuerd', nur danach handeln).

Jepp, auf Jesus schaun, wie er am Kreuz haengt, und leben. Das ist krass, aber so ist es. Ich seh' ihn da haengen und seh' ihn da, und seh' dann - wenn ich leb' und and're erleb' und ihn in alledem, dass er da nicht mehr haengt.

Dass dieses Denkmal der Schlange nichts als ein Denkmal fuer einen Toten ist. Fuer den toten suendigen Jesus (brrrr, ist das eklig, das so zu sagen, aber so ist es nunmal). Dreckig und suendig und tot. Da haengt er.

"Guckt, er ist tot.", will sie uns sagen. "Schaut nur, da haengt er! Wie jaemmerlich!"

Ich schaue und glaube. Dass Jesus lebt.


Und das ist mir heute klar geworden. Nichts besonderes vielleicht. Aber da war Licht und so. Das war gut. Ein langes Erzaehlen mal wieder. Aber ist mir die Sache wert.

Dreckinger dreckich is' nich'

Nachdem ich heut' morgen dank Zeitumstellung zu spaet dran war zum Gottesdienst, aber - abgesehen von ein bisschen Muskelkater in den Beinen - wieder fit war, also kein Kopfweh mehr, haben uns Klara und ich mehr oder weniger spontan relativ frueh an die Arbeit gemacht und die Kueche auf Vordermann gebracht.

Jetzt, wo die zwei ausgezogen sind, die stets sowohl Ordnung und Sauberkeit als auch ein bisschen systematischere Anordnung der Schrankinhalte und groessere Ausmistaktionen verhindert hatten, hatten wir ja Bahn frei.

Wir waren von vor 12 bis gegen 17 Uhr am Werk, und zwar mit Vollgas und ununterbrochen:

Schraenke ausgeraeumt, wo wir beispielsweise voellig verdreckte und nicht mehr funktionierende Sandwich-Toaster und normale Toaster, kaputtes Geschirr, Deckel nicht mehr vorhandener Gefaesse oder irgendwelche Zubehoer- und Einbauteile....

Der Backofen, das war Hammerarbeit, wirklich. Widerlich. Muss da auch nochmal mit 'nem richtig aggressiven Ofenreiniger drueber.

Haben bei der Dunstabzugshaube entdeckt, dass das Lueftungsgitter gar nicht braun ist, sondern silberfarben, als wir sie geputzt haben.

Massenweise Zeug weggeworfen, ausserdem halt um- und aus- bzw. aufgeraeumt, geputzt, gespuelt, poliert.

Jepp, und jetzt sieht's gut aus, wir haben massenweise Platz in den Schraenken und ..., hmm, jaa, und sind gespannt, wann die Jungs sich an die Baeder machen.

Sie hatten das vorgeschlagen und zwar fuer heute. Naja. On verra.

Heute war es auch wunderbar warm! Hatten alle Fenster offen, im Hinterhof die Waesche flattern, die auch tatsaechlich trocken wurde, ein Gespraech mit dem Nachbarn bzw. mehrere, weil er immer in den Hintergarten kam, wenn wir draussen waren.

Ich mag ihn, aber er ist eindeutig nicht ganz ... was auch immer.

Hab' also letztlich in unserer neuen Kueche noch schnell was gekocht ( grins, und alles fein saeuberlich geputzt hinterlassen).

Klara und ich werden fuerderhin ein strenges Regiment fuehren, ja, das werden wir. Ich hab' jetzt lang' genug bewiesen, dass ich unter derartigen Umstaenden hausen kann.

Hehe, die armen Jungs. Tun mir ja fast schon leid, die Guten. Aber nur fast.