Hingefallen und das Knie aufgeschuerft. Als Kind irgendwie so oft. Heut' nicht mehr.
Noch immer denke ich nach ueber gleiche Sachen.
Noch immer macht es mir zu schaffen, anzufangen irgendwo, irgendwas zu tun und dann zu gehen.
Das Einzige, was zu verlassen mir stets schwer faellt, ist der Ort: Mein Zimmer, die Umgebung, die Stadt.
Ich hab' das nun schon drei Male hinter mir, es war jedes Mal ok und doch nicht ok. Erfahrungen gesammelt auf dem Weg. Die Zeit als viel zu kurz erlebt und oberflaechlich, zu wenig erfuellend und zu wenig genutzt, was geboten war. Zu wenig gesehen, zu wenig unternommen, zu wenig gemacht im Allgemeinen, zu wenig gelebt. Zu wenig getroffen, gesprochen, gelebt. Schade. Bedauern.
Die allgegenwaertige Frage, was ich mit meinem Leben anfangen moechte.
Es ist schoenes Wetter heute. Ich schau' gern die Tulpen an, die ein bisschen Fruehling machen, mein Schraenkchen mit Blau innen, mein Rahmensammelsurium an der Wand. Mosaik.
Ich mag mein Zimmer. Ich mag das Wetter. Heute ist es sonnig und ausnahmsweise wohl auch mild.
Ich werde mich noch ordentlich anziehen muessen, bevor ich zur Uni gehe nachher. Morgen streiken die Lehrkraefte. Vielleicht laenger. Hab' nach dem Duschen irgendwas uebergezogen, warm und bequem. "Kind, wie laeufst du nur 'rum?"
Wenn ich Psychologie studiere, bin ich 30, bis ich fertig bin. Mindestens. Dazu kommt aber noch mehr, falls ich bspw. Psychotherapeutin werden moechte.
Mir macht es Angst, wenn ich mich frage, was ich die bisherigen Jahre gemacht habe. Was fuer einen Sinn das alles gehabt hat. Ob ich mich nicht einfach in ein Flugzeug oder was auch immer setzen soll, dahin gehen, wo ich gebraucht werde: Helfende Hand und mehr nicht.
Ist der Ehrgeiz gerechtfertigt, was "Richtiges" studieren zu wollen, mehr wissen zu wollen, endlich was zu machen, was Spass/zumindest Sinn macht (in meinen Augen)?
Oder nur falsche Eitelkeit, nur der Versuch, zu kompensieren, was zu kompensieren nicht moeglich ist.
Wie krieg' ich also raus, was Gott will und was ich will und inwieweit das uebereinstimmt, wenn ich irgendwann soweit bin, das Eine oder Andere zumindest zu erahnen? Ich frage und frage und warte und warte. Bin eigentlich auch geduldig. Aber die Welt ist es nicht um mich herum:
Ich werde bald hier ausziehen muessen. Das "Zu verkaufen" haengt schon vor der Tuere. Ich werde mich bald auf die Pruefungen konzentrieren muessen und kaum noch Zeit und Ruhe zum Nachdenken haben. Ich werde bald Leuten Bescheid sagen muessen, wann was ansteht und wie es von statten gehen soll. Ich werde bald ueberlegen muessen wie ich was wohin transportiere und moechte somit selbst Bescheid wissen.
Ich kann in gewissem Ausmass mit Ungewissheit leben. Aber es gibt Einreich- und Abgabetermine, Deadlines, die ich nicht ueberschreiten darf, weil dann Wege versperrt sind, die zu begehen ich erwaege.
So ist das Leben. Mich nervt es, denken zu muessen, dass der ganze Schrott nur fuer mich so schwer zu laufen scheint bzw. nur manchen so schwer faellt - Und natuerlich muss ich dazu gehoeren.
Vielleicht ist es ja ganz gleich, was ich mache.
Vielleicht hab' ich mich schon laengst entschieden. Vielleicht ja vor Jahren schon.
Dieser Gedanke sticks in my head like chewing gum on the pavement. Festgetreten. Abkratzen oder kleben lassen? Noch mehr Kaugummis kauen und schau'n, ob's zu 'nem Muster wird? Nicht haengen bleiben. Schmutzig Rosa und Weiss. Nicht mehr ausspucken (tu' ich eh' nicht, eklig)?
Das Wetter ist schoen. Ich moecht' noch 'nen Kaffee trinken, bevor ich gehen muss. Wach werden. Der Tag hat mich wach verdient.
To be torn ist eine eklige Geschichte. Weil man mit aller Kraft am Rudern ist, ohne auch nur einen Zentimeter vom Fleck zu kommen. Kaugummi.