Im AugenblickWunderschoene Tulpen hab ich im einzigen zweckentfremdbar-geeigneten Gefaess dieses Hauses steh'n und freu' mich so sehr dran, dass ich gerne ein Bild machen wuerde und es teilen. Ich liebe Tulpen, deshalb auch konnt' ich nicht widerstehen.
Meine Schwester hat mir grad' erzaehlt, sie haetten Schnee, das kann ich mir derzeit beim besten Willen nicht vorstellen. Ausserdem kommt sie bald, bald, darauf freu' ich mich - und auch ueber den unerwarteten Anruf.
Komisch war der andere Typ, den wir kurz in der Leitung hatten. Woher der sich zu uns verirrt hat? War echt seltsam. Meine Theorie ist, dass mein einer Mitbewohner, der immer per Headset mit seinen Internetzockkolleeschen korrespondiert, da reingeraten ist. Aber ist das technisch moeglich? War ein tragbares Telefon, vielleicht also schon.
Ich bin echt verwoehnt, denn gestern hat mein lieber Bruder ebenso unerwartet angerufen, das war toll!
Draussen scheint die Sonne, ich bin eher gespannt auf das, was kommen mag als dass ich Angst haette - im Augenblick.
Im Bad heute morgen sind wie immer die Gedanken abgeschweift und ich hab sicher mal wieder zu lange gebraucht, weil ich sicher wieder da stand und die Zeit und meine Umgebung vergessen hatte.
(Leute, das wird extrem lang heute, da Abhandlung der derzeit wichtigsten Ablaeufe in meiner inneren Welt. Wenn auch kurz gefasst verglichen mit dem, was in mir abgeht, dennoch lang fuer euch zu lesen. Aber kein Zwang zu lesen, klar, also lasst es, wenns euch zu viel wird. Darum geht's ja nicht.)
Bald vielleichtIch weiss jetzt, dass die Pruefungszeit "voraussichtlich" vom 24. April bis 12. Mai ist. Dann bin ich fertig hier.
Koennte nun anscheinend doch ein Jahr fuer diverse Master dranhaengen, hat man uns grade mitgeteilt. Laecherlich eigentlich, was ich alles erreichen koennte in einem Jahr, wofuer ich meiner Meinung nach gar keine Qualifikation hab'. Koennt sogar ein Rechtstudium abschliessen! Stellt euch das mal vor! Ich hab doch keinen Plan davon und mir kann keiner erzaehlen, dass ich das in einem Jahr - englisches Tempo/Niveau miteinberechnet - hinkriegen wuerde!
Aber ich moechte das nicht. Brauche keinen Master in diesem oder sonst irgendeinem verwandten Fach, ich moechte da nicht bleiben.
Derzeit interessiert mich das ganze Zeug zwar, denn seit den Assignments, die ein ziemlich harter Kampf waren, weiss ich so ziemlich Bescheid und das macht das ganze echt spannend. Aber dennoch kein Lebensziel.
Ich ueberlege auch hin und her - wie so viele derzeit offenbar, nach dem, was ich E-Mails, Gespraechen, Blog-Posts etc. entnehmen kann.
Was soll werden?
Ueberlege eigentlich auf hauptsaechlich zwei Bahnen:
Entweder Plan A, was bedeutet:
Ich schau, dass ich auf diese Managerschule bei Koeln komme, eine FH, die wie eine BA aufgebaut ist. Das heisst, man bekommt Geld, arbeitet bzw. studiert in Bloecken, bekommt Geld bzw. das Studium durch das entsprechende Unternehmen finanziert und ist in drei Jahren fertig, hat gleich einen Job und das im Top-Segment.
Ich koennte das, koennte evtl. sogar um ein Jahr abkuerzen, weil ich das erforderliche Jahr im Ausland schon absolviert habe und so weiter.
ABER: Ich will auf Dauer nicht ins Management, ich waere gewiss gut, einfach, weil ich einen gewissen Ehrgeiz habe und die ganze Strategieschiene etc. ganz gerne mag. Aber ich bin nicht kaltschnaeuzig genug, und auch nicht selbstbewusst genug, ich bin nicht die Workoholic-im-Buero-Lady bzw. nicht bereit dazu, zu einer solchen zu werden.
Ausserdem mag ich kreative Dinge, Menschen (nicht als Arbeit-Delegier-Opfer!) und Zeit fuer einen Spaziergang oder einen Mittag im Cafe oder was auch immer. Waere nicht gegeben. Und ich hasse es, permanent am Schreibtisch zu sitzen, das macht mich krank, im wahrsten Sinne des Wortes.
Zumindest ist das meine "Notloesung" derzeit, gemaess dem Motto "Wenn nicht anders, dann so.", und "Gott wird wissen, wozu das nuetzlich ist.". Eine Sache also, auf die ich zurueckkommen kann, wenn alles andere nicht laeuft. Ebenso wie das Masterprogramm hier.
Dann ist da noch Plan B, kein Plan im eigentlichen Sinn: Immer diese Sache mit Psychologie. Das war schon immer im Hinterkopf. Aber da war auch diese Konfrontation mit den Gedanken: Ich fuerchte, dass ich das nicht schaffen kann, dass das Studium so schrecklich wird und langweilig, ausserdem dauert es so lange und so weiter.
Und dann? Was tu ich dann? Wenn ich es mal schaffe?
(Eigentlich weiss ich ja, dass , wenn ich will, ich es auch schaffe. War immer so, wird immer so sein. Daran glaube ich.)
Das Problem fuer mich ist, rauszubekommen, was ich will. Fuer mich bedeutet das, rauszukriegen, was mein Weg mit Gott sein soll. Ohne ihn will ich nicht gehn, will also auch nichts, was er nicht will. Klar.
Auch der Kampf mit diesen vielen Zweifeln und Fragen: Will ich Familie? Wenn ja, wo soll das denn bitte reinpassen? Was ist mit diesem Kindheitstraum, dass ich mich mal um Menschen kuemmern werde? Wo passt das rein?
Dieser Tag beim Mittagessen, wo ich wusste, dass Gott will, dass ich Missionar werde und geweint habe, weil es so viel schien und schwer. Und Mama mich getroestet hat.
Viele, viele Dinge, die da reinspielen. Keine Frage.
Ich tendiere zur sicheren Sache, zum Geld verdienen etc. Aber ich weiss, dass ich ohne Zoegern bereit bin, dass alles ueber Bord zu werfen, wenn ich nur den Sinn darin sehe, den Weg, den ich gehen soll.
Im Hinterkopf hab ich Schreiben, Journalismus, die alte Missionarsgeschichte, Helfen, Sprachen, Kinder, Kunst, kreative Ansaetze etc.
Aber ich weiss, dass ich das nicht vornehmlich machen werde: Nicht Medizin, kein Journalismusstudium oder Literatur oder was auch immer, Bibelschule, wenn ueberhaupt, dann zusaetzlich, keine Sozialpaedagogik, kein Kunststudium.
Soviel weiss ich schon. Der Rest kommt auch noch. Geduld und Vertrauen. Nicht meine Staerke. Kommentare hoere ich gerne. Gebet kann ich auch brauchen. Immer. Klar.
Und betet fuer die Anne.