war vor einer ganzen weile einmal im czk im gottesdienst.
und da hat jene suedafrikanische frau des einen leiters*
erzaehlt, wie es fuer sie war, nach deutschland zu kommen.
dass anfangs keiner mit ihr gesprochen hat,
keiner sie eingeladen,
sie voellig alleine war.
mich hat das, was sie gesagt hat, sehr, sehr fertig gemacht damals.
ich mein', ich hasse es, leute anzusprechen. bin meistens schlicht und ergreifend nicht faehig dazu, weil ich zu sehr angst habe und ausserdem keine ahnung habe, was ich sagen soll.
aber hier erlebe ich derzeit eben genau das.
die leute sagen"hallo" und "tschuess" und laecheln.
das tun die christen nunmal.
ich antworte, wenn ich gefragt werde und versuche, nett zu kommentieren etc.
obwohl ich eigentlich sehr wohl reden kann, wenn ich mich wohl fuehle, weiss ich aber sonst nichts zu sagen.
und wisst ihr, woran das liegt? ich war schon oefter in solchen situationen und das ist krass, wie unterschiedlich das ablaeuft: manchmal bist du sofort zu hause, weil du ein gebaeude betrittst, einen gottesdienst, einen hauskreis, was auch immer, und du bist willkommen.
und wenn es nicht so ist, heisst das nicht, dass du un-willkommen bist, aber dass die leute da sich selbst genuegen.
und das tut weh, da fuehlt man sich sehr, sehr alleine.
und es ist fast noch schlimmer, wenn jemand kommt und versucht, mit dir zu reden aus hoeflichkeit.
es standen mehrere so herum wie ich heute, bei der "christian union" der Uni.
(ich denke, man hat es mir nicht angesehen, grins, darauf bin ich sehr bedacht)
aber es tat sehr weh. ich bin traurig.
im kubik war es damals genauso. sehr schwierig. kein willkommen.
da waren zwei-drei ausnahmen, eine davon mein bruder, was in diesem fall ja nicht wirklich zaehlt.
wegen ihm vor allem bin ich wieder gekommen.
weil er angerufen hatte und gefragt und so weiter.
als ich dann daheim war da - und das hat ganz schoen gedauert - hab ich es selbst nicht besser gemacht.
das war ein ego-trip meinerseits. nichts von wegen dienen, fuer andere da sein, licht sein?!
der unterschied dazu beispielsweise die alten leute in der bailgate methodist church, wo ich war - ich mein, diese leute haben ueberhaupt nichts mit mir gemeinsam: sind mindestens 40 bis 50 jahre aelter als ich, Englaender und haben ihre Freunde und Kreise.
*(hab' mit denen dort nicht wirklich zu tun gehabt und kenn von daher kaum namen etc. - naja, jetzt auch nicht so wichtig)j
PS:
Mein Assignment war nicht gut, aber auch nicht wirklich schlecht. Hauptproblem waren die Referenzen, wir Deutschen nutzen da ein anderes System, das war falsch. Und: diejenigen, die schamlos die Wortzahl ueberzogen haben, haben nicht, wie angekuendigt, massenweise Abzug bekommen, sondern ein Lob, weil sie so umfangreich recherchiert und gut beschrieben haben! Das war nicht fair. Ich haett' doch auch soo viel mehr schreiben koennen! Am Wissen lag das nicht, ich hatte halt diese wunderbare Wortbeschraenkung.