ja, das ist wie ein tagebuch hier, ordentlicher irgendwie, nicht ganz so persoenlich und irgendwann natuerlich wird wohl irgendwer das lesen, was ich hier schreibe.
also, daran werd ich natuerlich denken, werds zumindest im hinterkopf behalten.
oh-oh! ich weiss jetzt schon, was mein groesstes problem hier darstellt: ich schreibe zuviel, das ist wie beim reden bei mir. Viel, unbedeutend, unbefriedigend,...
aber egal, bisher liests ja noch keiner, nicht wahr? zumindest niemand, den ich kenne. glaub ich.
meine mitbewohnerin und irgendwie auch freundin klara spricht in ihrem zimmer mit unserm mitbewohner sean, sie hat grad ein sehr kompliziertes leben, aber sie ist ungemein stark. so zuminest sehe ich das.
ich dagegen sass vor dem kostenvoranschlag des motorradhaendlers und hab geweint. weine jetzt mal wieder - nur kurz, nur ein bisschen, das ist selbstmitleid, schaetze ich, aber ich steh dazu - , habe nicht das geld, noch keinen job, wuerde gern raus aus dieser stadt in die natur, wieder durchatmen koenen.
Wuensche mir, endlich allein zu sein und fuer mich und doch irgendwie ueberhaupt nicht. schon verzwickt, das innenleben, nicht wahr?
ausserdem hab ich viel zu tun und fang nicht mal richtig an, weil ich keine moeglichkeit sehe, prioritaeten zu setzen, nicht weiss, wie ich wo beginnen soll. lady, wo ist dein organisationstalent geblieben? ich bin sehr gut darin, so lange es nicht um mich geht. ich bin in vielem ziemlich gut, so lang ich selbst auf distanz bleiben kann. das kann ich momentan definitiv nicht.
und ich schaetze, ich fuehle mich einsam. aber sicher bin ich mir nicht, ich hatte bisher eigentlich immer eher weniger kontakte als jetzt. glaub ich.
wenn ich mir was wuenschen koennte fuer mein leben, dann waeren das folgende dinge: ueberblick und schnelles verarbeiten-koennen, die faehigkeit, beziehungen zu knuepfen und zu unterhalten, viel, viel kraft und energie, mehr mut, mehr freude.
so, romane schreibe ich, das war mir ja im voraus schon klar. ein guter ersatz.