Tuesday, September 29, 2009

Es zehrt.

So langsam empfinde ich es als sehr anstrengend, mental anstrengend: Dass ein Teil meiner Sachen im Wandschrank in der neuen Wohnung lagert, ein Teil in Kartons und Kisten in und vor dem zukünftigen Zimmer, ein paar Kartons hier im Flur vor der Wohnung stehen und ich nicht weiß, wer alles da schon hineingeschaut hat, der Rest sperrig im Flur, meinem Zimmer, der Küche.

Vorhin habe ich die Waschmaschine beladen, um dann festzustellen, dass ich das Waschpulver gemeinsam mit ein paar Putzsachen gestern schon abtransportiert habe. Und mir ist das Klebeband ausgegangen, weil ich geglaubt habe, ich bräuchte besonders viel zum Abkleben in der neuen Wohnung. Dort befindet es sich nun also.

Morgen vormittag muss ich arbeiten, also muss ich heute noch fertig werden, werde bspw. das Bett schon demontieren und heute Nacht mit der Matraze auf dem Boden schlafen, werde auswärts meinen Morgenkaffee trinken und die restlichen Utensilien auch noch verstauen, werde endlich Waschmittel vom Nachbarn erbitten.

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Monday, September 28, 2009

Beste Chancen.

Ich war so früh auf, dass ich ziemlich lange noch bei Lampenlicht lesen musste, bis der Tag "offiziell" anfing. Eben trinke ich meinen morgentlichen Kaffee und überlege, was die nächsten Schritte sind. Darüber bin ich mir noch nicht im klaren. Die Situation ist anders als gedacht, die äußeren Umstände haben sich deutlich verändert, alles ist anders. Darum weiß ich nicht genau, was ich tun soll. Erst mal telefonieren, die Zuständigen kontaktieren, die ich bisher leider nicht erreicht habe. Das ist wichtig. Darauf kommt es an. Daran hängt so ziemlich alles. Oder ich muss umdisponieren, aber das nur im Notfall. So, dann kanns jetzt ja wohl losgehen. Um die Zeit kann man anrufen. Dort zumindest.

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Sunday, September 27, 2009

Mehr Platz.

Immer leerer wird es um mich herum: Es verschwinden Regale und deren Inhalt, Schränke und Schubladen werden ebenso geleert wie Kisten und Schachteln. Stattdessen stapeln sich Kartons an den Wänden, ragen kleine Türme an den Zimmerecken in die Höhe, lassen sich Pfannen oder Strickhandschuhe nur noch anhand kryptischer Filzbeschriftungen an den Pappdeckeln eventuell noch ausfindig machen.

Ich bin müde, das TV-Programm ödet mich an und ich werde wohl schon bald schlafen gehen.

Gut nur, dass heute meine liebe Mama hier bei mir war. Ohne sie, obwohl sie praktisch kaum etwas tun konnte wegen ihrer angeknacksten Hände, wäre ich längst nicht so weit gekommen. Sie war Kopf und Herz, ich die ausführende Gewalt der Aktion des Tages.

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Saturday, September 26, 2009

Alles zerfällt.

Ich ziehe um. Es läuft alles etwas anders als vorhergesehen: Am eigentlich geplanten Umzugsdatum - heute - ist die Stadt wegen des "Heidelberger Herbstes" nicht zugänglich, auch beim Renovieren der zukünftigen Bleibe gab und gibt es einige Verkompliziertheiten. Und so bin ich heute gemütlich am zusammenpacken, wiewohl ich nicht weiß, wann mein neues Zimmer bezugsfertig sein wird und wie das alles vonstatten gehen soll. Aber es wird. Ich habe die richtigen Leute um mich herum, die mich teils nicht einmal mehr helfen lassen, habe außerdem verhältnismäßig Zeit, was die letzten Wochen über nicht gegeben war. Von daher mache ich mir nicht mehr allzu viele Sorgen. Ich baue Regale ab, verräume den Inhalt in Kartons und Kisten, sortiere, werfe ein wenig weg, staubsauge in zuvor lange unzugänglichen Ekelecken und brauche jetzt gerade eine kleine Pause. Ich möchte noch heute einen Großteil geschafft haben.

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Wednesday, August 26, 2009

Roter Roller auf der Goldwaage.

Meine rote Rollenpacktasche ist noch nicht voll. Noch längst nicht voll, aber dem Impuls, doch noch "so 1 - 2" weitre Sachen reinzupacken, sollte ich nicht nachgeben, denn das Gewicht ist hier entscheidend. Und wo meine Waage 15 Kilo anzeigt, können wir gut und gerne von 17 Kilogramm Realgewicht ausgehen (wobei ich das mir noch sehr viel widerwilliger vor Augen führe, wenn ich selbst drauf stehe, aber das kommt ohnehin immer seltner vor). Außerdem fehlen noch die Sachen aus dem Bad (!).

Ich fühle mich, als müsste ich spätestens übermorgen unbekleidet auf die Straße gehn: "Es wird nicht reichen!"; "Und was ist, wenn ich das noch brauche?"

Außerdem habe ich noch etwas in der Waschmaschine, das mit muss, und die Akkus laden noch, dabei möcht ich ein zweites Paar bis morgen laden. Und schließlich weiß ich nicht mal, wann ich zum Zug muss. Also, wann genau. Das muss ich mir noch überlegen. Aber ich könnt ja ohnehin nicht schlafen jetzt.

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Dopie


Für Jordanien wollte ich noch was Funktionelles für die Füße haben. Gelandet bin ich beim Dopie von Terra Plana, den ich schon seit längerem gelegentlich eher misstrauisch beäugt habe. Leider in Bunt ausverkauft, muss es dann vorerst wohl schwarz sein. In Deutschland derzeit zu haben bei Die Würdenträger, nette Leute.

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Monday, August 24, 2009

Wieder geordnetes Durcheinander

Ich plane, setze Termine fest, lege zusammen, was immer nur möglich ist und ansteht:

Arbeit, Zimmerinteressenten Friseur, noch mehr Zimmerinteressenten, Arzt, Planen, hoffentlich nicht immer noch Zimmerinteressenten, Dies und Das in letzter Minute, Bank, Packen, Umorganisieren, Telefonate, Entscheiden, endlich Gehen.

Friday, August 21, 2009

Und bald wieder ein Knurren.

Ich habe Hunger. Heute mittag habe ich Eis gegessen, obwohl ich nicht sonderlich Lust drauf hatte, nur weil das da war. Jetzt muss ich mir was einfallen lassen und dann endlich einkaufen gehen. Wär doch eine - wenn auch nicht verlockende, so zumindest nachvollziehbare - Idee.

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Ein Knurren

Parallel zu einem vernehmlichen Donnern draußen - offenbar Gewitterstimmung - hat sich mein Magen Gehör verschafft. Ich war zuvor auch ganz abgelenkt, muss ich zugeben, denn ich versuche eben, meine Gedanken zu sortieren, ein- und zuzuordnen, was die Tage geschehen ist:

|| Der erste Strang heißt wohl "Wohnungs- und Mitbewohnersuche" und unterteilt sich in eben diese beiden Bereiche: Auf der einen Seite suche ich nach einer neuen Bleibe, glücklicherweise erst ab Anfang Oktober, schreibe Leute an, vereinbare Termine, besichtige Wohnungen und deren Bewohner, überlege, ob ich dort wohnen kann und möchte und ob alle Bedingungen gut sind, vergleiche. Auf der anderen Seite suche ich nach einem neuen Mitbewohner für die Wohnung hier, schon ab September, Jemand, der auch dann bleibt, wenn mein Nachmieter die Wohnung übernimmt. Letzterer ist ein wirklich netter Kerl, also soll es auch ein wirklich netter Mitbewohner für ihn werden. Schließlich muss ich mich um Telefonvertragsregelungen, Abmeldung bei den Stadtwerken, Überlegungen, welche Möbel ich mitnehme und was hierbleibt, kümmern. ||

|| Ein weiterer Strang heißt schlicht und ergreifend "Uni". Um den sollte ich mir wohl deutlich mehr Gedanken machen, derzeit läuft er aber einfach nebenher. Na, einerseits, weil wir Semesterferien haben, andererseits, weil ich zu wenig komme, was ich eigentlich tun will. Aber eine Arbeit habe ich erstaunlich mühelos mit einer Kommilitonin erledigt, eine weitere sollte ich eigentlich binnen der kommenden Woche fertig stellen und eine letzte steht erst im September an. Das sollte also zu schaffen sein. ||

|| Der dritte große Strang ist eigentlich ein richtig toller und somit häufig auch der erhebendste von allen. Er ist überschrieben mit "Jordanien". Denn ich habe eine Reise gewonnen. Bei meiner Lieblingssportzeitschrift hatte ich ein Preisausschreiben mitgemacht und bin tatsächlich die glückliche und einzige Gewinnerin dieser Zeitschrift, die mitdarf zum "deuter SL Women's Fit Outdoor Camp 09". Ich hätte es nicht geglaubt, wenn nicht zuerst einmal mehrere E-Mail-Nachrichten, später Telefonate, von der deutschen Vertretung des Tourismusministeriums sowie der Reiseredaktion der "active woman" eingetrudelt wären.

Gestern dann traf ein ein großes deuter-Ausstattungspaket ein, bestehend aus einem einfachen Mini-Schlafsack ("Dreamlite500"), einem tollen Trekkingrucksack ("Futura24SL") und einer noblen Rollreisetasche ("Ascent80").

Ich bin leicht undankbar und hätte statt des teuren Rolltaschenteils spontan lieber einen richtig großen Rucksack gehabt, aber vielleicht erweist es sich doch als am besten so wie es ist. Außerdem freue ich mich andererseits ungemein, musste - und ich weiß, das ist wohl kindisch - auch gleich die Preise der Sachen raussuchen, die ich bekommen hatte und mich noch einmal mehr daran erfreuen.

Die Rollentasche ist halt recht schwer: Fast 1/4 des zulässigen Gesamtgewichts im Flugzeug geht für die (leere) Tasche mit Rahmen- und Rollenkonstruktion drauf. Das empfinde ich als recht viel (, zumal ich mich zu den Vielmitnehmerinnen (diesmal bewusst und mit Nachdruck die weibliche Form!) dieses Planeten zähle). ||

|| Okay, und es gibt noch zumindest einen weiteren Strang, vielleicht auch mehrere: Beziehungen zu verschiedenen Leuten, Ideen und Überlegungen, die bedacht werden wollen, die Arbeit, so etwas wie "Gemeindeleben" und dann natürlich der Kettfaden: Der Glaube, die Liebe, die Hoffnung, die alles zusammenhalten. ||

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